Freitag, 12. März 2010

Kirchenburgen – lebendige Geschichte Siebenbürgens

Seit Jahren fragen immer mehr Touristen nach den siebenbürgischen Kirchenburgen. Da es bisher nur wenige Informationen gibt, hat die Leitstelle eine Broschüre hergestellt, die 13 der schönsten Burgen mit Anekdoten und Geschichten vorstellt.
Die Broschüre liegt auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin aus (10.-14.03.2010). Dort finden Sie Rumänien und Siebenbürgen in der Halle 11.1 am Stand 105. Außerdem wird die Broschüre in Rumänischen Fremdenverkehrsämtern sowie bei regionalen Tourismusanbietern und Informationszentren ausgelegt.
Sie erzählt 13 kleine Geschichten rund um die erwähnten Kirchenburgen. Wir werden Ihnen hier in den kommenden Wochen jeweils montags eine neue vorstellen.
Lassen Sie sich darauf ein und folgen Sie den historischen Spuren nach Siebenbürgen. 
Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Anregungen.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Kirchenburg Dobring – der Vandalismus wütet



Im November des letzten Jahres bat uns der Dechant des Kirchenbezirkes Mühlbach Wolfgang Wünsch um dringende Hilfe: Die Kirchenburg von Dobring war akut durch Vandalismus bedroht. Schon seit längerem ist ein Teil der Ringmauer eingefallen. Durch dieses Loch kann man in den Burghof gelangen. Dort bereits hinterließen Besucher zahlreiche Spuren der Zerstörung. Außerdem wurden alle Fensterscheiben der Kirche eingeworfen und auf dem Friedhof Grabsteine umgestoßen.

Doch damit nicht genug: seit November wurde mehrfach in die Kirche eingebrochen und der Innenraum vollkommmen verwüstet: Mobilar und Gedenktafeln sind zerschlagen, Fußbodenbretter herausgerissen und die hölzerne Brüstung der Empore abgebrochen. Die Orgel wurde von der Empore gestoßen und liegt nun in tausenden Einzelteilen zerschlagen auf dem Boden. Weil außerdem zahlreiche Dachziegel abgedeckt wurden, dringt Wasser in den Dachstuhl ein und bedroht die historische Konstruktion.
Durch die Zerstörungen ist eine der ältesten und wertvollsten Kirchenburgen Siebenbürgens, deren Bau vor über 700 Jahren begann, akut in ihrer Existenz bedroht.

Das Bezirkskonsistorium versuchte zunächst, mit einer Metallgittertür den Eingang zu sichern. Doch innerhalb weniger Tage wurde diese aus ihrer Verankerung gerissen. Mehrfache Hilferufe bei der örtlichen Polizei haben nichts gebracht. Man könnte nun aufgeben und das Baudenkmal sich selbst überlassen. Es wird nicht als Kirche genutzt, weil es in Dobring keine    Gemeinde mehr gibt.

Wegen der großen kulturhistorischen Bedeutung entschieden sich aber Bezirkskonsistorium Mühlbach und die Leitstelle Kirchenburgen, einen Rettungsversuch für das Bauwerk zu unternehmen. Mit Hilfe von Spendengeldern wurde das Gebäude massiv gegen weitere Einbrüche gesichert. Sobald es das Wetter zulässt, soll das Dach repariert werden, so dass kein weiteres Wasser eindringen und die Holzkonstruktion schädigen kann.
Mittelfristig wird eine touristische Nutzung der Kirchenburg angestrebt. Derzeit werden dazu Konzepte diskutiert und  entwickelt.



Die Dobringer Kirchenburg ist kein Einzellfall von Zerstörung und Vandalismus sondern ein schockierendes Beispiel dafür, wie weit bedeutende Denkmäler geschandet werden können.

Wenn Sie Vorschläge haben oder Ihre Gedanken zur Entwicklung in Dobring äußern wollen, würden wir uns sehr freuen. 
  





Freitag, 18. Dezember 2009

Weihnachtsgrüße



Das Team der Leitstelle Kirchenburgen wünscht Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!